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The secret to mountain biking is pretty simple. The slower you go the more likely it is you'll crash.

Gran Canaria – Tag 6

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Der heutige Tag startet wolkenverhangen auf der Dachterrasse des Hotels. Nachdem wir uns erfolgreich ein mal durch das Frühstücksbuffet gefressen haben, packen wir unsere sieben Sachen und starten mit dem Auto in Richtung Teror. Am Meer schafft es die Sonne immer wieder durch die Wolkendecke, je weiter wir nach oben fahren, desto seltener werden jedoch die Lichtblicke.

Der Regen bleibt heute jedoch glücklicherweise aus und so rollen wir die GC-21 empor. Die Insel ist hier im Norden wesentlich grüner als im Süden, wo hauptsächlich Sand, kahler Fels und vereinzelte Kakteen die Landschaft dominieren. Unsere Route zweigt am Aussichtspunkt Zamora links ab. Die alte Betonstraße führt quasi senkrecht den Berg hinauf. Irgendwann wird aus dem Beton Erde und wir kämpfen uns mühsam die 20% steile Piste empor. Immer wieder ermöglichen flachere Passagen ein kurzes durchatmen. So machen wir 350 Höhenmeter, bis der Weg schließlich wieder auf eine Straße mündet.

Die Berge (und vor allem unser Pass) sind immer noch fest in der Hand der Wolken. Da wir bereits gestern genug nass hatten, entschließen wir uns spontan, schon hier auf den Trail abzubiegen und uns die restlichen Höhenmeter zu sparen.

Der Traileinstieg sieht überraschend flowig aus und so ziehen wir nach einer kurzen Pause unsere Protektoren an und lassen es krachen. Nach kurzer Zeit treffen wir ein älteres Ehepaar das uns vom weiterfahren abrät, „weil es da unten ziemlich steil wird“.

 

Macht aber nichts, genau deshalb sind wir ja hier. Der Flow hält nicht lange an und der Trail wird immer verblockter. Zwischen Kakteen und anderem stachligem grünen Gewächs schlängelt sich der Trail Serpentine um Serpentine weiter ins Tal. Das Farbenspiel ist beeindruckend – so viel grün waren wir auf unseren letzten Touren nicht gewohnt.

 

Irgendwann erreichen wir dann ein steileres Stück des Trails, welches wohl auch die Wanderer angesprochen haben. Alles fahrbar, jedoch bleibt nur wenig Raum für Fahrfehler. Auf der linken Seite stachliges Unkraut, zur rechten mannshohe Kakteen und irgendwo zwischendurch müssen Bike und Biker. Gar nicht so leicht mit diesen breiten Lenkern.

 

Der Trail endet wie er begonnen hat. Flowig und mit viel Tempo geht es zurück zum Auto. Fast zu mindest, denn vorher will Christian noch wissen, ob die Kakteen wirklich stachlig sind und fährt eine solche über den Haufen. Alles halb so wild, Bike und Biker bleiben unversehrt und so können wir gegen 16 Uhr wieder den Heimweg antreten. Am Auto angekommen scheint natürlich wieder die Sonne, in den Bergen hängen aber immer noch die Wolken. Dieses Mal scheinen wir alles richtig gemacht zu haben.

Auf dem Heimweg nutzen wir die verbleibende Zeit und laufen durch die Dünen von Maspalomas bis ans Meer. Hinter uns zeigt sich ein gewaltiges Spiel aus Sonne und Wolken, die die Berge in ein magisches Licht tauchen.

Fazit: Trotz verkürzter Tour und nur knapp 12 km und 400 hm war es eine der eindrucksvollsten Touren. Gerade der Kontrast zwischen kahlem Süden und grünem Norden verbunden mit tollen Trails ist sehr reizvoll.

Den GPS Track zur Tour gibt es hier. Die Tour basiert auf der Tour 13 im Bikeguide Gran Canaria von Henning Schmalfuß.

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