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Tag 3: Veneto Gravel – Nachtritt bis zum Meer

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Die Nacht im Bett war sehr erholsam – perfekt um sich von den Strapazen der vergangenen Tage zu erholen.  Da das Frühstücksbuffet erst ab 7:30 Uhr aufgetischt wird, ist sogar fast „ausschlafen“ angesagt. Ich starte also eher gemütlich, nach dem ich mir den Bauch vollgeschlagen habe, werden die Taschen gepackt und es geht los.

Der Track führt mich heute von Feltre aus immer nordöstlich bis zum Lago di Santa Croce, von dort geht es dann abwärts und bis an die Adriaküste in Caorle.  Zuvor will aber die „bergige Hochebene“ überwunden werden. Die Wegführung ist wie immer klasse, auch wenn der ein oder andere Anstieg deutlich an den Kräften zehrt. Bis „vorne zum See“ – meinem ersten Zwischenziel – sind es knapp 75 Kilometer, gespickt mit zahlreichen Anstiegen. Der Blick auf die umliegenden Berge ist traumhaft und man kann sich gar nicht satt sehen.

Schließlich erreiche ich den bereits angesprochenen Lago di Santa Croce. Nach kurzem Foto-Stop düse ich knapp 20 Kilometer bergab. Die Autostraße, auf der es bergab geht, ist zum Glück wenig befahren. So langsam knurrt der Magen, aber der Ostersonntag entpuppt sich als eher ungeschickter Reisetag. Die Bordsteine sind in allen Ortschaften, die ich durchfahre, hochgeklappt. Die Restaurants und Bars haben durchweg geschlossen. Also muss ich mich mit den noch verbliebenen Riegeln und Gummibärchen aus der Trikottasche über Wasser halten.

Das fehlende Essen drückt ein bisschen auf die Motivation, aber nicht weiterfahren löst das Problem auch nicht. Also wird weitergetreten. Bei Oderzo (130km) finde ich schließlich eine Eisdiele, die ich auch prompt überfalle. Jetzt sind es noch 30 Kilometer bis ans Meer. Der Weg folgt weiter der Fiume, die mich bis an mein Zwischenziel an der Küste begleitet. Immer wieder geht es auf schönen Schotterwegen voran, hin und wieder ist auch ein Stück Asphalt dazwischen.

In Caorle finde ich schließlich einen Supermarkt, der trotz Ostern geöffnet hat. Es ist inzwischen 19 Uhr und ich decke mich für den Abend und den nächsten morgen mit Bananen, Chips und Wasser ein. Das kleine Touri-Örtchen ist zwar eher auf den Massentourismus im Hochsommer ausgelegt, ich finde aber trotzdem eine geöffnete Pizzeria. Die Pizza ist zwar nur mäßig gut, trotzdem aber genau das, was ich jetzt gebraucht habe.

Bis ich mit meinem Abendessen durch bin, ist dann auch die Sonne untergegangen. Ich montiere mein Licht am Fahrrad und rolle los, auf der Suche nach einem Nachtlager. Die Motivation nach der warmen Pizza ist groß und so trete ich erst mal weiter. Nachdem ich zuerst auf gut beleuchteten Radwegen entlang der Küste entlang rollen darf, biegt der Track nach ein paar Kilometern auf die stockfinstere Landstraße ab.

Irgendwann wird das ganze mir dann aber doch zu gefährlich. Motivation weiterzufahren hätte ich noch, aber da ich keine Lust habe, mich von einem Auto über den Haufen fahren zu lassen, bin ich gezwungen, mich nach einem Nachtlager umzuschauen. Das ist im Dunkeln definitiv einfacher gesagt als getan. Rechter Hand fließt ein Fluss, linker Hand liegt das Meer und irgendwo dazwischen muss sich ein Platz für mein Zelt finden. Schließlich finde ich hinter einem Busch einen akzeptablen Platz für die Nacht. Nach 208 Kilometern baue ich todmüde mein Zelt auf und lege mich in meinen Schlafsack.

Bleibt aktuell und folgt mir auf:

Mehr Details zur Tour findet ihr direkt auf Komoot:

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2 Kommentare

  1. Ich les´ wohl nicht richtig!? Du bist mit dem falschen Rad im Urlaub!
    Hunderte Kilometer am Tag??? Wo sind denn die Schlüsselstellen?

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