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Gran Canaria – Tag 7

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Der letzte Tag auf Gran Canaria startet pünktlich mit dem Frühstück um kurz nach 8. Da Christian heute einen Pool- und Faulenzertag einlegen möchte, schwinge ich mich um halb 10 alleine auf das Bike und fahre auf der GC500 in Richtung Puerto de Mogan.

12 km geht es auf der viel zu hügeligen Küstenstraße immer auf und ab, bis rechts die Straße in Richtung Mogan abzweigt. Immer wieder überholen mich Rennradfahrer. Irgendwann wird mit das ganze zu bunt und ich hänge mich an eine Gruppe aus 6 Fahrern. Da die Gruppe nur minimal schneller ist, setze ich zum Überholversuch an und ziehe an der Gruppe vorbei. Die Freude wert aber nicht lange, denn nur ein paar Meter später geben sie Gas und ziehen wiederum an mir vorbei. Ich kenne die Strecke schon von Tag 4 und lasse mich nicht abschütteln – spätestens in Mogan mache ich eh eine Pause, dann kann ich sie guten Gewissens fahren lassen. Im Affenzahn geht es mit 20er Schnitt die 6km bis Mogan hinauf. Als der Supermarkt in Sichtweite kommt, mache ich langsam. Nicht nur ich brauche eine Pause, auch die Rennradler machen kurz halt und füllen ihre Getränkevorräte auf.

Nach eine Dose Fanta und Coke rolle ich gemütlich die nächsten 10 Kilometer den Berg hinauf. Die Rennradler habe ich ziehen lassen und auch sonst lasse ich mich jetzt nicht mehr aus der Ruhe bringen, immerhin wird die wertvolle Kraft nachher noch auf den Trails gebraucht. As ich weiter nach oben komme, wird die Straße feucht. Die Wolken haben sich allerdings schon aus den Bergen verzogen und man erhält bei der Auffahrt ein eindrucksvolles Panorama der umliegenden Bergwelt.

Bis auf 900m geht es asphaltiert, dann ist Schluss mit lustig und es geht auf Trails weiter bergauf. Die letzten 300hm müssen tragend absolviert werden, da der Trail teilweise stark ausgesetzt und vom Regen der letzten Tage stark ausgewaschen ist. Der Regen hatte aber auch seine Vorteile: auch der sonst trockene Süden strahlt heute in saftigem grün und die sonst komplett ausgetrockneten Flussläufe führen ein kleines Rinnsal.

Die Aussicht auf die umliegenden Täler und Schluchten auf dem 1225m hohen Montana de Tauro ist beeindruckend. Nach einer kurzen Pause werden die Protektoren angezogen und es geht abwärts in Richtung Puerto Rico.

Die Trail im oberen Teil der Abfahrt sind besonders schwer. Große Stufen mit bis zu 50cm und teilweise scharfe Kurven zwingen mich das eine oder andere Mal aus dem Satteln. In den kurzen Verschnaufspausen kann man sich an den saftig grünen Tälern kaum sattsehen. Je weiter ich nach unten komme, desto einfacher wird der Trail. Irgendwann schlängelt sich der Trail in flowigem S1 den Berg entlang. Trotzdem ist höchste Konzentration gefragt, denn der Trail ist teilweise recht schmal und der Abhang daneben in der Regel recht steil.

 

Nach zahlreichen kleineren und größeren Gegenanstiegen, die nicht immer fahrbar sind, erreiche ich schließlich das Ende des Trails. Auf der darauf folgenden Schotterpiste überhole ich dann noch einen Hardtailpiloten, der irgendwie keinen ganz glücklichen Eindruck macht. Immer weiter abwärts geht es auf dem Bergrücken in Richtung Puerto Rico. Eigentlich sollten laut Karte rechts noch zwei Trails abgehen, auf Anhieb sind diese jedoch nicht zu finden. Also bleibe ich auf der ursprünglich geplanten Route, bei den aktuell ins Tal ziehenden Wolken vielleicht nicht die schlechteste Idee.

Fazit: 1600hm und 55km die es in sich hatten. Alles in allem eine schöne Abwechslung aus leichteren und anspruchsvolleren Trails. Auch bei sehr guter Fahrtechnik und Bikebeherrschung findet man auf Gran Canaria noch mehr als genug Herausforderungen.

Beim Abendessen auf der Terrasse zeigt sich dann noch eindrucksvoll am Horizont der Tede auf Teneriffa. Darauf hatte ich schon die ganzen Tage gewartet. 🙂

Die Bikes sind  verpackt und im Auto, jetzt geht es morgen früh nur noch zum Flughafen und dann war es das schon wieder. Dabei werde ich doch gerade erst richtig warm…

Den GPS-Track zur Tour gibt es hier. Die Tour basiert auf der Tour 23 im Bikeguide Gran Canaria von Henning Schmalfuß.

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Ein Kommentar

  1. Lieber Dennis,

    Oma und Martin haben gerade Deine supi Fotos angeschaut, grandioso.

    Liebe Grüße von uns beiden Mama aus der Küche, und guten Rückflug,

    welcome at home…

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