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Vogesen Basecamp Metzeral: Tag 1

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Nach den nicht ganz glücklichen 6 Tagen am Gardasee steht nur wenig später der nächste Kurztrip auf dem Programm. Bei nicht ganz idealen Wettervoraussetzungen sollen die Trails im Vallée de Munster erkundet werden. Ausgangspunkt des 4-tägigen Basecamps ist Metzeral.

Der Trip beginnt mit einer knapp 1,5 stündigen Anfahrt nach Metzeral bei überraschend gutem Wetter. Mit den ersten Sonnenstrahlen des Tages laden wir unsere Bikes aus den Autos und starten die erste Tour. Die ersten 500 Höhenmeter der Tour geht es zunächst auf Asphalt, später dann auf Waldwegen und Trails vorbei am Lac de Schiessrothried bergauf in Richtung Gaschney. Die Wege sind zwar zeitweise recht steil, doch fast durchweg fahrbar.  Irgendwann wird der recht breite und gute fahrbare Weg zum Trail, der immer felsiger und verblockter wird. Die letzten 400 Höhenmeter hinauf zum Hohneck auf 1363 Meter müssen schiebender bzw tragenderweise erstritten werden – Schneefeldquerungen eingeschlossen!

Die erste kurze Abfahrt ist gespickt von großen Stufen, die aber durchweg fahrbar sind. Mal bergauf, mal bergab zieht sich der Trail entlang der Bergflanke hinüber zur Ferme Auberge Kastelberg.  Den Abschluss bildet ein flowiger Wiesentrail hinab zur Ferme, der allerdings von tiefen Furchen übersäht ist.

Nach einer kurzen Rast bei Käse und Cola, beginnt der erste, anspruchsvolle Teil der Abfahrt. Zahlreiche Spitzkehren, die immer enger werden, verblockte Passagen, Geröllfelder und Rockgardens bringen sowohl Bike als auch Biker(innen) ans Limit. Während die felsigen Passagen teilweise noch mit viel Federweg „plattgewalzt“ werden können, hilft in den engen Serpentinen oft nur ein genialer Gleichgewichtssinn und perfektes Hinterradversetzen.

Am Lac Altenweiher machen wir kurz Rast und füllen unsere Wasserreserven für den kommenden Anstieg auf. Der auf der Karte recht harmlos aussehende Trail bergauf entpuppt sich anschließend zum halben „Klettersteig“ der Kategorie „in beide Richtungen unfahrbar“, in dem sogar Tragepassagen zur technischen Herausforderungen werden. Laut Karte zwar nur ~150hm, zehren die Tragepassagen bergauf an den letzten noch vorhandenen Reserven. Lediglich die Hoffnung auf eine geniale Abfahrt treibt uns immer weiter bergauf.

Als schlussendlich die Erlösung in Form des höchsten Punkts erreicht ist, werden kurz die Energiereserven aufgefüllt und dann die Bikes gesattelt. Nach kurzen Navigationsproblemen finden wir einen überraschend flowigen Traileinstieg. Doch auch dieser Trail wird zunehmend verblockter, bis auch hier irgendwann die Bikes geschultert werden müssen – Höchststrafe bergab!

Irgendwann werden unsere Gebete erhört und wir erreichen einen breiten Waldweg. Für die wirklich finale Abfahrt müssen jetzt noch einmal knapp 100 Höhenmeter bergauf bewältigt werden. Über einen zwar anspruchsvollen, aber durchweg fahrbaren Wiesen- und Waldtrail geht es jetzt nur noch abwärts nach Mittlach. Lediglich die Kuhfladen auf dem Trail trüben den Abfahrtsspaß leicht. Auf Waldwegen geht es die letzten Meter von Mittlach zurück nach Metzeral

Fazit: Anspruchsvolle Vogesentour mit 1370 Höhenmetern verteilt auf insgesamt 33 Kilometer. Vor allem durch den hohen Trageanteil werden die letzten Reserven mobilisiert. Wer jetzt noch genug Kraft hat, die teilweise anspruchsvollen Abfahrten zu bewältigen, kommt voll auf seine Kosten – sowohl konditionell als auch fahrtechnisch!

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2 Kommentare

  1. Donniwetti!
    Tolles Tourabenteuer, super Beschreibung, eindrucksvolle Fotos!
    Supergut dokumentiert.

  2. Pingback: Trailhunting am Lac de Schiessenrothried | bruchpilot

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