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Die Geschichte des Vinschgauer Serpentinen-Massakers

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Der dritte Tag beginnt wie der Zweite. Früh raus aus den Federn und möglichst schnell zum Bikeshuttle nach Latsch. Die Energie will schließlich bergab verbraten werden und nicht durch mühsames Kurbeln bergauf.

Bevor es jedoch zur Sache geht, ist erst einmal noch der flowige Vinschgauer Höhenweg angesagt. Er ist heute der Zubringer zu unserem eigentlichen Trail. Nicht wirklich mein Fall – aber Meinungen sind bekanntlich verschieden. Schöne Bilder gibts auf jeden Fall.

Symbolbild. Der Trail schlängelt sich über mehrere Kilometer den Hang entlang, der Ausblick ist mindestens genauso fantastisch wie das Wetter.

Irgendwann erreichen wir dann unseren eigentlichen Trail und steigen nach kurzer Pause in das Serpentinen-Massaker ein. Ab dem ersten Höhenmeter wird quasi jeder Meter bergab durch Serpentinen vernichtet. Mal mehr mal weniger verblockt, das versetzen des Hinterrads ist auf jeden Fall in 90% der Fälle mehr als nur ein bisschen hilfreich.

Erhöhte Schwierigkeit: Heute geht es unter dem Baum durch, anstatt nur vorbei.

Zuweilen ist ein Spotter angeraten, auch wenn er im Bedarfsfall vielleicht gar nicht mehr so viel ausrichten kann. Es beruhigt auf alle Fälle das Gewissen des Fahrers.

Roland empfängt Christian mit offenen Armen.
Torsten versucht sich ohne Spotter. Außerhalb der Komfortzone ist es aber in jedem Fall.

Reicht ein Spotter nicht mehr aus, spricht der Fachmann dann von begleitetem Fahren.

Zuweilen hat auch der Kameramann ziemlich zu kämpfen, wenn der Biker mal wieder austritt.

Nur gut, dass zwischendurch auch mal wieder leicht rollbare Kurven folgen. Man kann schließlich ja nicht jeden Meter bergab 100% geben.

Steil und eng geht es immer ganz knapp am Limit des fahrbaren weiter bergab. Große Stufen in den Kehren sind dabei (leider / zum Glück) keine Ausnahme. 🙂

Flow…
…gefolgt von einer kleinen Stufe.
Ausgesetzt geht es um die Ecke weiter zur nächsten Schlüsselstelle.

Während Christian direkt weiterbastelt, beraten Roland und Torsten wie die nächste Stelle fahrbar sein könnte.

Eine steile Treppe, der im unteren Teil eine Stufe fehlt, will bewältigt werden. Und da es es auf diesem Trail nicht ohne Serpentine sein darf, geht es direkt am Ende der Treppe nach link weiter. Auslauf definitiv Mangelware.

Torsten versucht sein Glück.
Danach ist Christian an der Reihe. Roland und Torsten stehen bereits in den Startlöchern.

Ob es am Ende an Mut gefehlt oder die Vernunft gesiegt hat, ist leider nicht überliefert. Schlussendlich ist zumindest hier auf jeden Fall tragen angesagt.

Beweisfoto!

Dafür wird die nächste Treppe dann aber auf jeden Fall gefahren. Mit letzter Stufe und ohne Serpentine am Ende.

Als der eigentlich Trail zu Ende geht, rollen wir ein Stückchen das Tal entlang zum letzten Leckerbissen des heutigen Tages. Eine wunderbare Felspassage mit – wer hätte es gedacht – netten Kehren!

Was für ein astreiner Trailtag! Das Eis heute ist in jedem Fall verdient!

Ein Kommentar

  1. Schöner Bericht und tolle Fotos! Den Spitzkehren-Trail bin ich grad kürzlich Ende Oktober gefahren – er hält was er verspricht 😉 heftig und anspruchsvoll fast die ganze Strecke! So muss es sein.

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