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The secret to mountain biking is pretty simple. The slower you go the more likely it is you'll crash.

Bikebergsteigen am Ende der Welt: Das Refuge du Soreiller & Aiguille Dibona

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Unsere heutige Tour verschlägt uns zurück ins Tal des  Le Vénéon. Gestoppt wird nicht, wie vor ein paar Tagen in Saint-Christophe-en-Oisans, sondern ca. 10km weiter talaufwärts. Les Étages ist zwar immer noch nicht das Ende des Tals, fühlt sich nach dieser schier endlosen Gurkerei aber definitiv nach dem Ende der Welt an. Wir stellen unser Auto auf dem Wanderer- & Kletterparkplatz hinter dem Ort ab und rollen zurück an den Traileinstieg.

Damit ist für heute auch die Rollerei beendet, die Bikes werden geschultert. Im Aufstieg können wir bereits die Schlüsselstellen bergab begutachten. Auf- & Abfahrt sind heute mal wieder identisch. Unser Weg führt uns heute in Richtung Refuge du Soreiller, Ausgangspunkt für viele Kletterer auf die imposante Bergspitze Aiguille Dibona.

Anspruchsvolle Felspassage im oberen Teil des Trails mit Blick auf die aufällige Felsnadel „Aiguille Dibona“ im Hintergrund.

Vom Parkplatz sind es insgesamt 1.100 Höhenmeter bis zur Hütte, heute sind für uns jedoch nur die unteren 600 Höhenmeter von Relevanz. Unter Büschen – dem einzig schattigen Plätzchen weit und breit – machen wir Pause und bereiten uns mental auf die bevorstehende Abfahrt vor.

Zum Einstieg zeigt sich der Trail noch recht zahm.

Die oberen 150 Höhenmeter haben es direkt in sich. Nach 1-2 leichteren S3 Kehren auf rutschigem Schotter wird es stufig, kurvig und felsig. Mindestens eine längere S4 Stelle mit hohen Stufen aus Holz und Fels direkt in der Wand gilt es zu passieren. Auch mehrere Serpentinen mit hohen Stufen wollen gemeistert werden, der Grip ist durch den Sand auf den Stufen dabei nicht immer perfekt. Der Trail ist zwar nicht schmal, man fährt jedoch trotzdem immer am Abgrund entlang.

Stufige Kehre auf losem, rutschigem Untergrund.

Immer wieder muss das Bike auch kurz getragen werden, da das verblockte Gelände ein weiterrollen unmöglich macht. Direkt nach der Brücke ist der Weg abgerutscht, es existiert jedoch eine „Umfahrung“.

Durch fehlendes Gefälle war das ein oder anderem Mal tragen angesagt.

Die Kurven bleiben steil, der Grip ist nicht immer perfekt. Nach Querung der Brücke geht es entlang des Bachs durch groben Schotter weiter bergab. Es folgt ein kurzer Gegenanstieg, eine kurze teilweise nasse Hangquerung und der Trail wird deutlich „besser“ fahrbar.

Kehre mit Tiefblick auf den weiteren Trailverlauf
Eine der S4 Stellen mit hohen Stufen im oberen Teil des Trails.
Entlang des Abgrunds geht es um die Kurve.

Wunderschöne Serpentinen schlängeln sich den Hang hinab. Der Weg bleibt zwar meist schottrig und damit auch rutschig, stufige Felsrippen in den Kehren machen die Abfahrt zusätzlich interessant. Die wenigsten Kehren sind deshalb ohne Versetzen des Hinterrades fahrbar.

Verblockte, zu flache Stellen machen ein vorwärts kommen immer wieder schwierig. Wer so etwas nicht mag, muss 1-2x absteigen und kurz schieben.

Insgesamt wird der Trail im weiteren Verlauf bis zur Straße zwar einfacher, er bleibt aber auf S3 Niveau.

Auch im unteren Teil bleibt der Trail spannend und anspruchsvoll!

Wem die von uns absolvierten 600 Höhenmeter nicht reichen, der kann sein Rad auch bis zur Hütte tragen. Der Trail ist im oberen Teil recht grobschottrig und weiter mit einigen Serpentinen durchzogen. Dafür gibt es als Belohnung dann auch eine eiskalte Coke!

Den GPS Track zur MTB Tour gibt’s hier:

volle Distanz: 5516 m
Maximale Höhe: 2183 m
Minimale Höhe: 1593 m
Gesamtanstieg: 681 m
Gesamtabstieg: -702 m
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