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Harter Aufstieg, geniale Abfahrt: Vom Heimgarten gen Süden zum Walchensee

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Nach dem uns gestern das Glück bereits hold war und wir einen traumhaften Trail unter die Stollen nehmen durften, steht heute der „große Bruder“ des Martinskopf auf dem Programm. Wir wollen heute die Südabfahrt des Heimgartens testen, die vorbei am Rotwandkopf zum Walchensee führt.

Zwar ist von  Nordwesten aus der Aufstieg über einen breiten Forstweg möglich, wir wollen unsere Tour jedoch von Walchensee aus starten.

Unsere Abfahrt ist deshalb heute auch unsere Aufstiegsroute. Über Stock und Stein schleppen wir unsere Bikes – ganz zur Verwunderung der ebenfalls anwesenden Wandererschar – hoch bis zur Hans-Frey-Hütte direkt unterhalb des Heimgarten Gipfels. Nach kurzer Stärkung an der Hütte steigen wir die letzten Meter zum Gipfel empor, wo wir die Aussicht genießen, bevor wir uns in die Abfahrt stürzen.

Bereits beim Aufstieg hatten wir die Möglichkeit, die ein oder andere Schlüsselstelle in Augenschein zu nehmen und so wissen wir, was da auf uns zukommt. Gleich die ersten 250 Höhenmeter unterhalb der Hütte sind stark verblockt, über schroffe Felsen und eine Wurzeln geht es nahezu durchgängig auf S4-Niveau in Richtung Tal. Christian ist mal wieder richtig gut drauf und fährt praktisch jede Schlüsselstelle fehlerfrei, bei einer S5 Felspassage mit sehr hoher und verblockter Stufe muss dann jedoch auch er passen. Vor lauter Anstrengung und Konzentration bleibt die Kamera irgendwie praktisch die ganze Abfahrt in der Tasche. Schade eigentlich…

Die weiteren knapp 100 Höhenmeter bis zur unbewirtschafteten Ohlstädter Alm werden dann vor allem zum Ende hin etwas einfacher zu fahren, bleiben jedoch irgendwo zwischen S3 und S4.

Nach einer erneuten kurzen Pause geht es zunächst bergauf (ca. 80hm, meist schiebend) vorbei am Rotwandkopf. Ab hier ist der Trail dann in der Karte mit S2 markiert, was jedoch nur teilweise stimmt. Die ersten 200hm sind in der Tat deutlich einfacher (S2), über Wurzeln, Schotter und die ein oder andere Rundholzstufe geht es vorbei an teils tiefen Abgründen weiter bergab.

Zum Ende hin ist dann jedoch noch einmal volle Konzentration gefragt – der Trail wird noch einmal deutlich schwieriger. An die anspruchsvollen Passagen aus dem Gipfelbereich reicht er zwar nicht mehr heran, doch darüber sind wir mit unseren inzwischen recht müden Knochen auch ganz froh. Zahlreiche Stufen aus Rundhölzern, teilweise in steilen Spitzkehrenkombinationen wollen bewältigen werden (meist S3) und bringen den Puls noch einmal auf Höchstniveau. Der Trail endet mit zwei längeren, recht steilen Treppen, die mit einem Fully jedoch gut fahrbar sind.

volle Distanz: 9944 m
Maximale Höhe: 1793 m
Minimale Höhe: 854 m
Gesamtanstieg: 999 m
Gesamtabstieg: -959 m
Download

Wer einen einfacheren Aufstieg sucht: Wie wir nach unserer Tour erfahren haben, führt von Walchensee aus auch ein breiter Weg bis auf ca. 1.300m – dort quert ein Pfad auf die eigentlichen Auf- & Abfahrtsroute.

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