bruchpilot

The secret to mountain biking is pretty simple. The slower you go the more likely it is you'll crash.

Der Sentiero 71 am Comer See

| 3 Kommentare

Die Ziffern 7 und 1 sollten sich Liebhaber von anspruchsvollen und technischen Trails ab sofort merken. Wer den 601er am Gardasee kennt und liebt, der wird am Comer See oberhalb von Varenna ein entsprechendes Pendant finden.

Mit diesen Worten beschreibt Carsten Schymik unseren heutigen Weg in seinen Blog. Grund genug für uns, dieses Trailschmankerl einmal auszuprobieren, gerade auch, weil der 601 am Gardasee zu einem unserer Lieblingstrails gehört.

Bevor es jedoch losgeht, ist Autofahren angesagt. Um uns den Aufstieg zu erleichtern, stellen wir Auto #1 in Lierna ab, mit Auto #2 fahren wir bis Esina Lario. Von dort sind es noch ca. 350 Höhenmeter bis zur Alpe di Esino, einem wunderschönen Pausenplatz. 

Von dort ist es dann auch nicht mehr weit zum Traileinstieg. Zunächst beginnt die Abfahrt auf schottrigem Waldboden ohne größere Schwierigkeiten.

Der Trail wird zunehmend schmaler und es stellt sich der ein oder andere größere Stein dem Vorderrad entgegen. Immer wieder hat man dabei einen traumhaften Blick ins Tal auf das Ufer des Comer Sees.

Irgendwann ist der „Spaß“ dann jedoch vorbei und der Trail zeigt sich von seiner wahren Seite. An der ersten Bastelstelle toben wir uns sowohl fahrtechnisch als auch fototechnisch so richtig aus. Gründlich wird die Schlüsselstelle inspiziert und die am ehesten fahrbare Linie ausgelotet.

Nach kurzer Diskussion fällt das Los auf mich und ich schwinge mich aufs Rad, Simeon und Christian spotten mich dabei.

Wie so oft bekommen die Bilder die Schwierigkeit und Steilheit nur teilweise vermittelt. Versuchskandidat Nummer 2 ist dann Christian.

Beim ersten Versuch passt leider die Linie nicht ganz, der zweite Versuch passt dann aber – bis auf einen kleinen Zwischenstopp auf einem spitzen Stein. Ein astreiner Durchschlag am Vorderrad ist die Folge.

Während Christian seinen Reifen flickt, probieren Roland und Simeon noch eine Alternativlinie.

Der Trail wird jetzt Meter um Meter schwerer und pendelt sich irgendwo bei S3 ein, wobei die ein oder andere S4 Stelle auch zu finden ist.

Jeder noch folgende Tiefenmeter will fortan hart erarbeitet werden. Wer S3 Trails mit S4 Stellen nonstop flüssig fahren kann, ist hier einfach nur noch glücklich. Ich lasse einfach mal die Bilder für sich sprechen.

Nicht nur die Fahrer verbringen heute Höchstleistungen, auch die Fotografen haben einiges zu tun. 😉

Nach stundenlanger Bastelei geht ein Traumtag auf dem Bike zu Ende. Nur eine Frage bleibt offen: Welcher Trail ist jetzt schöner – der 601 oder der 71er?

Für alle, die die Tour selbst fahren möchten, hier der GPS Track:

volle Distanz: 10109 m
Maximale Höhe: 1222 m
Minimale Höhe: 265 m
Gesamtanstieg: 367 m
Gesamtabstieg: -967 m
Download

3 Kommentare

  1. sieht ja super aus, will evt ende mai das erste mal zum comer see fahren, hättest du ne beschreibung oder gps für diese tour
    danke
    gruss peter

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.